In Wohnzimmeratmosphäre bei Popcorn und Limo zeigen wir den beeindruckenden Dokumentarfilm „The Pickers“ von Elke Sasse und laden im Anschluss ein zu einem lockeren Talk.
Wann: 20. Januar 2026 / 19 Uhr
Wo: VHS Münster, 1. Etage
Der Eintritt ist frei.
Und darum gehts: Wie absurd unser Konsumverhalten ist, sollten wir eigentlich längst begriffen haben. Ganz selbstverständlich gibt es im Supermarkt jede Sorte Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit. Welchen Einfluss das jedoch nicht nur auf unsere Umwelt, sondern auch auf die Menschen hat, die für unseren Luxus arbeiten, wird kollektiv verdrängt. Elke Sasses Dokumentarfilm „The Pickers“ schaut genau hin. Dabei taucht die Kamera ein in ein Meer aus Anbauzelten, die tausende Hektar von Agrarflächen in Europa bedecken und gibt den Menschen ein Gesicht, die in unserer Gesellschaft keines haben.
Die Veranstaltung läuft im Rahmen unseres Ausstellungsprogramm "Bittere Orangen" in Kooperation mit der VHS Münster, la tienda e.V., und Vamos e.V..
Mit dem neuen Jahr suchen wir ab sofort eine engagierte Verkäuferin oder einen engagierten Verkäufer als Ladenkoordinatorin/Ladenkoordinator in unserem Weltladen an der Hammer Str. 53.
Das bieten wir:
Das wünschen wir uns:
Kennst Du jemanden, der zu uns passen könnte? Oder möchtest Du selbst Teil unseres Teams werden?
Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung unter bewerbung@weltladenmuenster.de!
Vom 09.01. - 11.01.2026 findet in der Akademie Franz-Hitze-Haus die Jahrestagung Entwicklungspolitik 2026 zu einem wichtigen Thema statt. Unter dem Titel "Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden - Zivilgesellschaft in autoritären Zeiten" laden die AG Eine Welt Gruppen im Bistum Münster und in der Evangelischen Kirche von Westfalen zu spannenden Vorträgen und Workshops ein. Hochkarätige Redner*innen und Referent*innen berichten aus ihren Arbeitsfeldern und führen durch die Workshops.
Das volle Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du hier.
Und darum geht es inhaltlich:
Das zivilgesellschaftliche Engagement für Umwelt, Menschenrechte und Gerechtigkeit ist weltweit eine treibende Kraft für Hoffnung und Wandel. Doch diese Arbeit wird zunehmend erschwert: Autoritäre Tendenzen nehmen zu – in Argentinien, Indonesien, den USA und auch in Europa. Der Einfluss von Konzernen, Multi-Milliardären und (rechts-)populistischen Strömungen wächst. Menschen, die sich für Frauenrechte oder Klimaschutz einsetzen, werden bedroht oder zum Schweigen gebracht. Gerichte verlieren ihre Unabhängigkeit, demokratische Strukturen werden geschwächt. Nichtregierungsorganisationen werden durch finanzielle Kürzungen und restriktive politische Vorgaben in ihrer Arbeit eingeschränkt. Entwicklungszusammenarbeit wird zunehmend politisch infrage gestellt. Vereine und Weltläden geraten unter Druck, sobald sie sich zu politischen Themen äußern.
» Weiterlesen: Jahrestagung: "Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden"
Menschenrechte sind das Fundament unserer Gesellschaft und schützen die Würde und Freiheit jedes Einzelnen. Sie stehen für Gerechtigkeit, Gleichheit und Solidarität - weltweit. Aber schützen sie auch wirklich jeden Menschen? Nein. Lange nicht. So auch die Arbeiter*innen in Kalabrien, Süditalien nicht, die als Bootsflüchtlinge über Lampedusa für ein „besseres“ Leben nach Europa kommen und unter prekären Arbeits- und Lebensbedingungen auf Orangenplantagen arbeiten und gefangen sind. Dabei sind sie ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebensmittelsystem, was unsere Lebensmittel produziert, die wir tagtäglich auf unseren Tellern finden.
Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der VHS Münster, la tienda e.V. und Vamos e.V. laden wir euch ein, die Ausstellung „Bittere Orangen - Moderne Sklaverei in Europa“ kennen zu lernen und unser Begleitprogramm mit Eröffnung, Wohnzimmerkino, Kochkurs und Schulführungen zu besuchen. Wir möchten auf die vielfachen Menschenrechtsverletzungen im Anbau und der Ernte unserer Lebensmittel aufmerksam machen, euch gleichzeitig aber auch Lösungen und Projekte vorstellen, die sich gegen das System auflehnen und es anders machen - mit Menschenwürde.
Und das wartet vom 09.01. - 06.02.2026 auf euch in der VHS Münster:
13.01. - 19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung mit dem Macher Gilles Reckinger und weiteren Gästen
20.01. - 19 Uhr: Wohnzimmerkino "The Pickers"
05.02. - 18 Uhr: Kochkurs "Süß statt bitter - leckere Rezepte rund um die Orange" (freie Plätze nur noch über Warteliste)
14.01. - 06.02.: Bildungsangebot für Schulen ab Kl. 8, 8 Termine (freie Plätze nur noch über Warteliste)
Das vollständige Programm findet ihr hier. Wir freuen uns auf eure Besuche.
Inseln des Wegweisenden
Der Journalist Caspar Dohmen erkundet gelingende sozialökologische Transformationen im Kleinen
Seit einigen Jahren gehört die Rede von der sozial-ökologischen Transformation zum Standard halbwegs aufgeklärter politischer Publizistik – und das durchaus bis ins konservative Milieu hinein. Trotzdem scheint dort und, es bedarf kaum noch der Erwähnung, am sich immer weiter in die Mitte fressenden rechten Rand der Gedanke eines gleichermaßen sozialen wie ökologischen Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft in schöner Regelmäßigkeit zu Schnappatmung zu führen. Nicht etwa deshalb, weil die Aufgabe sich von den fossilen Pfadabhängigkeiten der Moderne zu verabschieden, eine tatsächlich gigantische Aufgabe wäre, vor allem dann, wenn sie sozial fair gelöst werden soll, sondern in erster Linie, weil hinter dem Begriff der Transition das alte Gespenst der Revolution zu lauern scheint. Umverteilung, Privilegienverluste, vielleicht sogar ein Tempolimit auf der Autobahn – nicht auszudenken. Nun ist es aber so, dass es wahrlich genug Gründe für ein Umsteuern gäbe. Erschöpfte Ressourcen, wahlweise überdüngte oder erschöpfte Böden, schwindende Süßwasserreserven, schmelzende Gletscher, Naturkatastrophen aller Couleur, die durch den Klimawandel immer öfter auftreten, ein verheerender Biodiversitätsverlust. Anders formuliert: ein zu gewaltiger, nicht mehr regenerierbarer Verbrauch an Welt, die ja doch, trotz aller anders lautender interstellarer Fluchtfantasien milliardenschwerer Tech-Gurus wohl auch weiterhin unsere einzige Heimat ist.
An entsprechender Dringlichkeitsrhetorik mangelt es indessen nicht, an gleichermaßen praktikablen Lösungen hingegen schon, vor allem dann, wenn diese nicht nur wirkungsvoll, sondern auch demokratisch legitimiert und sozial ausgewogen sein sollen. In vielen Bereichen der Wirtschaft und – bedauerlich genug – in der Politik herrscht weiterhin die alte Logik des Konterbiers (more of the same) vor. Und abseits davon? Wie steht es um die Konturen einer regenerativen Ökonomie, die nicht permanent ihre eigenen Grundlagen auffrisst und die erwirtschafteten Gewinne auch noch haarsträubend ungleich verteilt?
» Weiterlesen: Fairlesen: Inseln des Wegweisenden - "Grün geht nur gerecht"
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48153 Münster
Tel.: 0251-45002
Ihr Weg zum Weltladen im Südviertel
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Samstag 10-18 Uhr
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Montag-Freitag 11-19 Uhr
Samstag 11-15 Uhr