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Fairlesen: Inseln des Wegweisenden - "Grün geht nur gerecht"

Inseln des Wegweisenden

Der Journalist Caspar Dohmen erkundet gelingende sozialökologische Transformationen im Kleinen

Seit einigen Jahren gehört die Rede von der sozial-ökologischen Transformation zum Standard halbwegs aufgeklärter politischer Publizistik – und das durchaus bis ins konservative Milieu hinein. Trotzdem scheint dort und, es bedarf kaum noch der Erwähnung, am sich immer weiter in die Mitte fressenden rechten Rand der Gedanke eines gleichermaßen sozialen wie ökologischen Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft in schöner Regelmäßigkeit zu Schnappatmung zu führen. Nicht etwa deshalb, weil die Aufgabe sich von den fossilen Pfadabhängigkeiten der Moderne zu verabschieden, eine tatsächlich gigantische Aufgabe wäre, vor allem dann, wenn sie sozial fair gelöst werden soll, sondern in erster Linie, weil hinter dem Begriff der Transition das alte Gespenst der Revolution zu lauern scheint. Umverteilung, Privilegienverluste, vielleicht sogar ein Tempolimit auf der Autobahn – nicht auszudenken. Nun ist es aber so, dass es wahrlich genug Gründe für ein Umsteuern gäbe. Erschöpfte Ressourcen, wahlweise überdüngte oder erschöpfte Böden, schwindende Süßwasserreserven, schmelzende Gletscher, Naturkatastrophen aller Couleur, die durch den Klimawandel immer öfter auftreten, ein verheerender Biodiversitätsverlust. Anders formuliert: ein zu gewaltiger, nicht mehr regenerierbarer Verbrauch an Welt, die ja doch, trotz aller anders lautender interstellarer Fluchtfantasien milliardenschwerer Tech-Gurus wohl auch weiterhin unsere einzige Heimat ist. 

An entsprechender Dringlichkeitsrhetorik mangelt es indessen nicht, an gleichermaßen praktikablen Lösungen hingegen schon, vor allem dann, wenn diese nicht nur wirkungsvoll, sondern auch demokratisch legitimiert und sozial ausgewogen sein sollen. In vielen Bereichen der Wirtschaft und – bedauerlich genug – in der Politik herrscht weiterhin die alte Logik des Konterbiers (more of the same) vor. Und abseits davon? Wie steht es um die Konturen einer regenerativen Ökonomie, die nicht permanent ihre eigenen Grundlagen auffrisst und die erwirtschafteten Gewinne auch noch haarsträubend ungleich verteilt?

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Lesung & Gespräch mit Caspar Dohmen: "Grün geht nur gerecht" am 04.12. - 19.30 Uhr

Wir freuen uns sehr den Journalisten und Autoren Caspar Dohmen ein zweites mal zu Besuch in Münster zu haben. "Grün geht nur gerecht - Unterwegs in die sozialökologische Zukunft" heisst sein neues Buch, was er am 04. Dezember um 19.30 Uhr bei uns im Weltladen an der Hammer Str. im Rahmen einer Lesung vorstellen wird. Und du bist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos, komm einfach vorbei. Getränke und Snacks sind reichlich vorhanden. 

Und darum geht's:
Im Kleinen leben Menschen vor, wie sich Ökologie und soziale Bedürfnisse verbinden lassen. Bäuerinnen, die Natur
aufbauen statt zerstören und ihren Erntehelfern faire Arbeitsbedingungen bieten, Mieter, die ihr Leben lang sorgenfrei wohnen und sich um die Gemeinschaft kümmern, Unternehmerinnen, die Kreislaufwirtschaft gegen Widerstände vorantreiben. Entscheidend für unsere Zukunft ist es, dass diese Art und Weise eines zukunftsfähigen Lebens und Wirtschaftens den Sprung aus den Nischen schafft und zum neuen Normal wird. Dazu bräuchte es mehr Freiräume für Individuen, einen funktionierenden Staat und vor allem mehr Gerechtigkeit. Über das Mögliche und Wege dorthin, möchten wir mit Euch ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns über Deinen Besuch!

Film & Lesung: "Für immer hier" am 02.12. - 19 Uhr

Letzter Film in unserer diesjährige Reihe "Klappe auf für Menschenrechte" - und was für einer! 
"Für immer hier" basiert auf wahre Ereignisse und erzählt die erschütternde Geschichte von Rubens Paiva, einem ehemaligen brasilianischen Kongressabgeordneten, der 1971 von der Militärpolizei verschleppt wird – und nie zurückkehrt. Im Mittelpunkt steht seine Frau Eunice, die trotz Verfolgung und Schmerz nicht aufgibt, sondern unbeirrt für Demokratie und Menschenrechte kämpft. Ein bewegendes Familiendrama über Verlust, Mut und die Kraft, sich von politischem Terror nicht brechen zu lassen.

02. Dezember / 19 Uhr 
Cinema Münster, Warendorfer Str. 45-47

Im anschließenden Gespräch geht es um den Einsatz für die Menschenrechte, auch unter größten Gefahren für das eigene Leben. Was treibt Aktivist_innen an, wie sehen sie die Zukunft einer solidarischen Welt?

Moderation: Brot für die Welt/ Ev. Kirche von Westfalen – Oikos Institut für Mission und Ökumene

Dein Ticket kannst du direkt über das Cinema Münster buchen. 

Film & Gespräch: "Youth unstoppable" am 24.11.2025 - 18 Uhr

Im Rahmen der Reihe "Klappe auf für Menschenrechte" zeigen wir zusammen mit weiteren Akteuren den beeindruckenden Film "Youth unstoppable" im Cinema.

Und darum geht´s: 
Im Alter von 15 Jahren nahm die Kanadierin Slater Jewell-Kemker als Jugenddelegierte an UN-Klimakonferenzen teil – mit Kamera in der Hand und dem Wunsch, etwas zu verändern. Aus ihrer persönlichen Reise entstand ein authentischer Dokumentarfilm, der über 12 Jahre hinweg hinter den Kulissen der Jugendklimabewegung entstand. Slater begleitet Konferenzen in Brasilien, Dänemark und Polen, erlebt die Aufbruchstimmung mit Obama und Al Gore in Paris 2015 sowie die Enttäuschung über Trump. Dann entfacht Greta Thunberg mit ihrem Schulstreik eine weltweite Jugendbewegung. Im Anschluss möchten wir mit Aktivist*innen aus Münster und dem Publikum ins Gespräch kommen.“

Es moderiert: Jugendrat der Stadt Münster
Organisiert von: Vamos, Eine-Welt-Forum, Eine Welt Netz NRW, FIAN Lokalgruppe Münsterland, Gesellschat für bedrohte Völker - Regionalgruppe Münster, Weltladen la tienda, Weltladen Münster

Bittere Orangen - Kostenfreies Bildungsangebot ab Klasse 8

In der Zeit vom 09.01. bis zum 06.02.2026 zeigen wir zusammen mit dem Weltladen la tienda und der VHS Münster in der VHS die AusstellungBittere Orangen - Afrikanische Erntearbeiter in Kalabrien“ gezeigt. Die Fotos der Ausstellung dokumentieren die sklavenähnlichen Lebenssituation der Arbeiter:innen auf den Orangenplantagen in Kalabrien und sind teilweise von den Arbeiter:innen selbst mit Digitalkameras bzw. Smartphones aufgenommen. Diese werden durch Fotografien und Film- und Tondokumente des Forschers Prof. Dr. Gilles Reckinger und seinem Team ergänzt. Die Ausstellung macht deutlich, wie restriktive EU-Migrationspolitik, Preisdruck auf dem Lebensmittelmarkt und strukturelle Diskriminierung die Lebensrealitäten der Arbeiter*innen beeinflussen.

Begleitete Ausstellungsbesuche für Schulklassen:
Im gesamten Ausstellungszeitraum wird es für acht Schulklassen (ab Jahrgangsstufe 8) die Möglichkeit geben von einer geschulten Multiplikatorin durch die Ausstellung geführt zu werden. Mit Hilfe interaktiver Bildungsmaterialien werden die Themen der Ausstellung aufgegriffen, diese gemeinsam mit den Schüler:*nnen reflektiert und anschließend Handlungsoptionen erarbeitet. Das Angebot orientiert sich am Ansatz der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und behandelt sowohl eine lokale als auch die globale Perspektive der Orangenproduktion. Im Laufe des Ausstellungsbesuchs lernen die Schüler*innen Probleme wie Menschenrechtsverletzungen, Lebensmittelverschwendung und Preisdruck auf dem Lebensmittelmarkt kennen. Zum Abschluss werden Möglichkeiten selber aktiv zu werden vorgestellt und gemeinsam diskutiert. 

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