• Aktuelles
  • im 4tel
  • im Südviertel
  • Unsere Faire Leeze
  • Über uns
  • Fairlesen
  • Fairer Handel
  • Newsletter
  • Kontakt

Weltladen Münster

  • Aktuelles
  • im 4tel
  • im Südviertel
  • Unsere Faire Leeze
  • Über uns
  • Fairlesen
  • Fairer Handel
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Aktuelles
  • im 4tel
  • im Südviertel
  • Unsere Faire Leeze
  • Über uns
  • Fairlesen
  • Fairer Handel
  • Newsletter
  • Kontakt

Fairlesen

Unsere neue Rubrik: Mitglieder unseres Teams rezensieren Bücher, die Themen wie Konsum, wirtschaftliche Strukturen und Klimakrise behandeln. Also solche, die für dich auch interessant sein könnten. Wir laden dich herzlich ein, dir ein Bild zu machen und freuen uns, wenn du bei dieser Gelegenheit ein Buch für dich entdeckst.

Abonniere gerne auch unseren Newsletter, um neue Rezensionen und weitere Infos rund um den Fairen Handel und unsere Weltläden regelmäßig in deinen Emails zu erhalten.

Fairlesen: Inseln des Wegweisenden - "Grün geht nur gerecht"

Inseln des Wegweisenden

Der Journalist Caspar Dohmen erkundet gelingende sozialökologische Transformationen im Kleinen

Seit einigen Jahren gehört die Rede von der sozial-ökologischen Transformation zum Standard halbwegs aufgeklärter politischer Publizistik – und das durchaus bis ins konservative Milieu hinein. Trotzdem scheint dort und, es bedarf kaum noch der Erwähnung, am sich immer weiter in die Mitte fressenden rechten Rand der Gedanke eines gleichermaßen sozialen wie ökologischen Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft in schöner Regelmäßigkeit zu Schnappatmung zu führen. Nicht etwa deshalb, weil die Aufgabe sich von den fossilen Pfadabhängigkeiten der Moderne zu verabschieden, eine tatsächlich gigantische Aufgabe wäre, vor allem dann, wenn sie sozial fair gelöst werden soll, sondern in erster Linie, weil hinter dem Begriff der Transition das alte Gespenst der Revolution zu lauern scheint. Umverteilung, Privilegienverluste, vielleicht sogar ein Tempolimit auf der Autobahn – nicht auszudenken. Nun ist es aber so, dass es wahrlich genug Gründe für ein Umsteuern gäbe. Erschöpfte Ressourcen, wahlweise überdüngte oder erschöpfte Böden, schwindende Süßwasserreserven, schmelzende Gletscher, Naturkatastrophen aller Couleur, die durch den Klimawandel immer öfter auftreten, ein verheerender Biodiversitätsverlust. Anders formuliert: ein zu gewaltiger, nicht mehr regenerierbarer Verbrauch an Welt, die ja doch, trotz aller anders lautender interstellarer Fluchtfantasien milliardenschwerer Tech-Gurus wohl auch weiterhin unsere einzige Heimat ist. 

An entsprechender Dringlichkeitsrhetorik mangelt es indessen nicht, an gleichermaßen praktikablen Lösungen hingegen schon, vor allem dann, wenn diese nicht nur wirkungsvoll, sondern auch demokratisch legitimiert und sozial ausgewogen sein sollen. In vielen Bereichen der Wirtschaft und – bedauerlich genug – in der Politik herrscht weiterhin die alte Logik des Konterbiers (more of the same) vor. Und abseits davon? Wie steht es um die Konturen einer regenerativen Ökonomie, die nicht permanent ihre eigenen Grundlagen auffrisst und die erwirtschafteten Gewinne auch noch haarsträubend ungleich verteilt?

» Weiterlesen: Fairlesen: Inseln des Wegweisenden - "Grün geht nur gerecht"

Die große Umverteilung

Grace Blakeley über den Neoliberalismus als polit-ökonomisches Riesenprojekt

Aktienkurs? Shareholder Value? Finanzialisierung? Kapitalmobilität? Diese Begriffe müssten eigentlich, gemessen an den gesellschaftlichen Realitäten, die sie schaffen, jedem bekannt sein – aber ein Großteil aller Deutschen dürfte wenig bis gar nichts mit ihnen anfangen können. Das liegt nicht nur an dem Sexappeal dieser Termini, der irgendwo zwischen Fußpilz und Briefmarkensammlung angesiedelt ist, sondern vor allem daran, dass er mit der Lebensrealität nahezu aller Menschen – nicht nur Deutschlands, sondern weltweit – nichts zu tun hat. Die allermeisten Deutschen besitzen keine Aktien und dürften sich ergo nur marginal für die noch immer zur besten Sendezeit über die Mattscheibe flimmernden Börsenberichte interessieren. Aber, so könnte man die Pointe von Grace Blakeleys Buch Stolen zusammenfassen, sie sollten dies tun. Denn hinter der Kakophonie finanzökonomischer Begriffsungetüme steckt ein über Jahrzehnte hinweg geradezu perfektioniertes Umverteilungsprogramm. Und damit keine Illusionen entstehen: Gemeint ist natürlich eine Umverteilung von unten nach oben.

» Weiterlesen: Die große Umverteilung

Fairlesen: "Gold, Öl und Avocados. Die neuen offenen Adern Lateinamerikas"

Manuel Förderer hat wieder fleißig gelesen und das neue Buch von Andy Robinson für Sie rezensiert:  

Aderlass
.
Andy Robinson neues Buch verfolgt noch einmal die „offenen Adern“ Lateinamerikas.
Als 1971 das Buch „Die offenen Adern Lateinamerikas“ des uruguayischen Journalisten Eduardo Galeano erschien, in dem dieser die wirtschaftlichen Abhängigkeiten Lateinamerikas vom Globalen Norden und dessen teils ungeniertes Ausgreifen auf die wertvollen Rohstoffe des Kontinents schilderte, avancierte es relativ rasch zu einem Klassiker der politisch-historischen Literatur – und zur Standardlektüre weiter Kreise der politischen Linken. Galeanos lebendige Darstellung der lateinamerikanischen Geschichte und der Ausplünderung und Ausbeutung von Land und Leute zunächst im Kontext de europäischen Kolonialismus, sodann vor allem durch amerikanische Firmen mit Unterstützung der offiziellen Politik, hat seinen Reiz weit über sein Veröffentlichungsdatum beibehalten. Die Bedeutung, die dieses Buch nicht zuletzt für Lateinamerika selbst hat, mag man daran ermessen, dass Huga Chavez – damals Staatschef Venezuelas – beim Amerika-Gipfel 2009 ein Exemplar dem leicht verdutzten Barack Obama in die Hand gedrückt hat. Vor laufender Kamera.

» Weiterlesen: Fairlesen: "Gold, Öl und Avocados. Die neuen offenen Adern Lateinamerikas"

Warum manche gleicher sind als andere

Die Klassenfrage ist nicht zurückgekehrt – sie war nie wirklich weg

 

Wer gerne Horror-Filme schaut (oder einen Hang zu Sigmund Freud hat), der weiß, dass sich nichts auf Dauer verdrängen lässt. Was man unter den Teppich kehrt, hat die unangenehme Eigenschaft wiederzukehren, ohne etwas von seinem anfänglichen Schrecken in der Zwischenzeit verloren zu haben. Die Klassenfrage ist ein solcher Wiedergänger unserer Gesellschaft, der vielleicht nicht mit Schrecken, aber von manchen doch zuweilen mit Verwunderung registriert wird. Klasse, das klingt nach marxistischer Mottenkiste, Begriffe wie Klassenkampf und Klassenzugehörigkeit wirken wie politische Pathosformeln aus dem vorigen Jahrhundert, die sich doch mit dem Gang der Geschichte erledigt haben. Adieu Sowjetunion, Adieu Systemalternative, sei willkommen klassenlose Wohlstandsgesellschaft. Wer so denkt, den kann auch die massive Ausweitung des Niedriglohnsektors innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre kaum irritieren – wahrscheinlich, weil es ihn nicht betrifft.

Die vielbesungene „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“, die der Soziologe Helmut Schelsky bereits in den frühen 1950ern aufkommen sah, war augenscheinlich der Wunschtraum liberaler und konservativer Ökonomen. Durch typisch deutsche Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Fleiß habe sich ein breiter Mittelstandsteppich gebildet, der lediglich an den Rändern etwas nach oben und nach unten ausfranzt. Unten finden sich die ungebildeten, ungelernten und zumeist armen Malocher, oben die selbstverständlich durch eigene Anstrengung reich gewordenen Leistungsträger. Für Klasse war in einem solchen Modell verständlicherweise kein Platz. Schon allein deswegen nicht, weil der Begriff Klasse die soziale Herkunft des Einzelnen und die damit verbundenen Erfahrungen von Marginalisierung oder Privilegierung betont. Klasse beharrt darauf, dass sich die gesellschaftlichen Unterschiede und Ungleichheiten in den Leben der Menschen abbilden, in den Familien, in den Bildungs- und Berufsbiographien, nicht zuletzt in Fragen der Gesundheit und Lebenserwartung. Aber all diese Unterschiede sind, so will es die große Erzählung der marktkonformen Demokratie, durch eigene Anstrengungen überwindbar oder selbst verschuldet. Wer nicht richtig arbeitet, faul ist, auf die falsche Ausbildung setzt, die falschen Freunde oder den falschen Nachnamen hat, der findet sich dann eben im unteren Segment der Gesellschaft wieder. Pech gehabt.

» Weiterlesen: Warum manche gleicher sind als andere

Vom Verschwinden und Bleiben

Andreas Wagner erzählt in seinem Debütroman eine Familiengeschichte in und um den Hambacher Forst

 

Der Wald spielt im kulturellen Selbstverständnis der Deutschen seit jeher eine besondere Rolle. In ihm bündeln und konzentrieren sich nicht nur eine Vielzahl ökonomischer Interessen, er ist vor allem Ort magisch-mythischer sowie märchenhafter Erzählungen. An ihm entzünden sich seit Jahrhunderten die Phantasien, die den Wald nicht zuletzt zum Rückzugsort all jener gesellschaftlicher Elemente stilisierten, für die zunehmend weniger Platz war oder die die Gesellschaft prinzipiell scheuten und scheuen mussten: von der sprichwörtlichen Hexe über die mal aus guten (Robin Hood), mal aus weniger guten Motiven agierenden Räuber bis hin zu all den imaginären Gestalten und Gespenstern, die die aufgeklärte Moderne aus ihren Reihen ausgeschlossen zu haben glaubte und die zwischen Buchen und Eichen fortexistierten. In diesen Figuren und im Wald als besonderem Raum bewahrten sich die Konturen einer Gegenkultur und exemplarischen Naturnähe, die vor allem die Romantiker beschworen und die aktuell – Trends wie das Waldbaden lassen es erahnen – offenbar wieder an Bedeutung gewinnen. Nicht zuletzt ist der Wald aber auch Teil jener Narrative nationaler Selbstermächtigung, wie sie die deutsche Geschichte bis in 20. Jahrhundert prägten; der Teutoburger Wald ist das klassische Beispiel dafür, wie aus einem Wald der so oft apostrophierte ‚deutsche‘ Wald wurde.

» Weiterlesen: Vom Verschwinden und Bleiben

  1. Fair for Future – ein gerechter Handel ist möglich
  2. Wege ins Weniger

Seite 1 von 2

  • 1
  • 2

Zurück nach oben

  • Weltladen Münster
  • ·
  • Impressum
  • ·
  • Datenschutzerklärung